Jack´s Brief am 23. Dhu-al Hijjah 1432 (20. November 2011)

As-Salamu Alaykum Schwestern und Brüder, Freunde und Interessierte Leser der Welt!

Warme Sonnenstrahlen weckten mich an diesem November Morgen und die Nachrichten tragen und verbreiten den üblichen Schrecken, die Tragödie nimmt weiterhin seinen Lauf:

- Äthiopien greift Somalia an

- Ägypten – Proteste gegen das Militär eskalieren

- Syrien – Assad will bis in den Tod kämpfen

- Gingrich spottet über „Occupy“

- Post soll zu viel kassiert haben

- Von Krieg und Gewalt fasziniert

- „Libyer feiern gelassen“.

An diesen für mich so friedvollen Tag, möchte ich mich in meinem Brief, desgleichen mit etwas gewaltlosen befassen. Gerade zu Beginn dieser kalten Jahreszeit passendes Thema. Für mich ein Wunder, von der Mehrheit nicht erkannt, nicht gesehen oder über dieses Mysterium nicht nachgedacht – Der Honig.

Vertieft in meinen Gedanken süßte ich indes meinen Café Latte, mit leckeren Honig, am heutigen Tage. Und betrachtet man diesen goldfarbenen Saft einmal genauer, zeugt er wahrlich von einer riesigen Barmherzigkeit und einer Tipptop-Versorgung für die Menschen. Für die einen ein Wunder und Zeugnis, für die Liebe und allumfassende Gnade des Schöpfers, für andere lediglich ein Zufallsprodukt, beziehungsweise ein Ergebnis der verstandfreien und planlosen Evolution.

Vielleicht verschließen wir in unserer modernen Ära unsere Augen, vor all den Kunstwerken und sind blind für die Geheimnisse und Wunder, welche uns umgeben?

Die Bedeutung hinter all den Sehenswürdigkeiten der Welt und all den scheinbar unerklärlichen Phänomenen, muss jeder Mensch für sich selber finden und treffen. Seitens Überlegungen und die Jagd nach dem Wissen, die Jagd nach der unverschleierten Wahrheit.

Wunderschön ist es, wie sich der Glaube und der Schöpfer, in all den Facetten unseres Lebens zeigt und deutlich sichtbar wird. So ist es mir unmöglich, den Islam auch nur aus einen kleinem Teil meines Lebens auszuschließen! Voller Harmonie und vereint mit der Welt und dem Sein, denn es ist der Ursprung des Ganzen.

Trefflich heißt es sinngemäß im Qur´an: „…wahrlich dies ist ein Buch, für Leute die nachsinnen!“.

Ein Kapitel des Qur´an – Sure 16 „An-Nahl (Die Bienen)“ – Vers:

68. Und dein Herr hat der Biene eingegeben: „Nimm dir in den Bergen Häuser, in den Bäumen und in dem, was sie an Spalieren errichten.

69. Hierauf iss von allen Früchten, ziehe auf den Wegen deines Herrn dahin, die (dir) geebnet sind.“ Aus ihren Leibern kommt ein Getränk von unterschiedlichen Farben, in dem Heilung für die Menschen ist. Darin ist wahrlich ein Zeichen für Leute, die nachdenken.

Die Vortrefflichkeit und der enorme Nutzen der Biene werden enthüllt, das Außergewöhnliche des goldenen Nektars wird angepriesen und man wird einmal mehr aufgerufen, die Schatzkammer des Allmächtigen zu erforschen und zu ergründen.

Die Produktion des Honigs ist nahezu komplex, gleich unserer menschlichen Industrie, wirkt das Bienenvolk in ihrem Industriezweig.

Bekanntlich fliegen die Bienen aus und sammeln den Nektar von den verschiedensten Pflanzen. Mit ihren Rüssel saugen sie den Saft auf und speichern ihn in ihrer Honigblase. Bereits hier wird der Nektar verändert und mit körpereigenen Stoffen angereichert. Zugefügte Enzyme verändern das Zuckerspektrum des Nektars, Wachstumshemmende Stoffe gegen Hefe und Bakterien entstehen.

Nach der Zustellung in den Bienenstock, übernehmen die Stockbienen den zuckerhaltigen Saft. Im Bienenstock wird der Wassergehalt gesenkt, von Anfangs über 40% auf durchschnittlich 18%. Zwei clevere Methoden verwenden die Bienen hierfür, zum einen saugen sie Tropfen für Tropfen des Nektars, über ihren Rüssel auf und lassen ihn wieder heraus. Der Nektar wird dann in die leeren Waben verteilt. Dabei werden die Waben nicht voll gefüllt, sondern lediglich teilweise, damit eine optimale Oberfläche für die Verdunstung des Wassers gewährleistet wird. Das ist alles Zufall.

Den folgenden Arbeitsschritt vollziehen die kleinen Bienen mit ihren filigranen Flügeln. In der Nacht tauschen die Immen mit geschicktes fächeln ihrer Flügeln, die Luft im Inneren des Bienenstocks, mit der trockenen, frischen Außenluft aus. Nach dem Luftaustausch wird die Luft auf eine angenehme Temperatur erwärmt. Die Phase der Trocknung ist abgeschlossen und abermals wird der fertige Honig, in Lager-Waben umgeschichtet.

Zum guten Schluss wird er mit einer luftdichten Wachsschicht überzogen.

Das ist das Signal für den Imker: „Der Honig ist fertig!“

Das schöne ist, die Bienen stellen den Honig erst mit einer Überschussproduktion her, das heißt frühstens wenn die Eigenversorgung des Bienenvolkes gesichert ist, wird der goldene Saft eingedickt, als Honig gesammelt und steht für den Menschen zur Verfügung.

Damit noch nicht genug, arbeitsintensiv und eine unglaubliche Leistung vollbringen die Immen für die Honigproduktion. Wespen, Hornissen und Hummeln sterben im Winter, bis auf die jungen Königinnen, sie überleben in einer Winterstarre. Bienen hingegen bilden eine sogenannte Wintertraube, mit einer Kerntemperatur von etwa 27 Grad Celsius um zu den kalten Winter zu überstehen. Zu beginn eines neuen Jahres, können die Arbeitsbienen sofort von dem üppigen Nahrungsangebot profitieren.

Für den Menschen liegt im Honig Nahrung, Süßigkeit, Heilung und Segen zugleich.

Die Herstellung des Honigs ist im wahrsten Sinne des Wortes sensationell, selbst die diversen Inhaltsstoffe sind Bürgen für einen Planer und verweisen auf ein ausgeklügeltes Konzept im Hintergrund.

Was im Honig enthalten ist – die Liste ist lang. Neben Wasser, Fructose, Glukose, Maltose, Saccharose, finden sich wichtige Vitamine, nämlich Tiamin (Vitamin B1), Riboflavin (Vitamin B2), Niacin (ehemals Vitamin B3), Pantothensäure, Pyridoxin (Vitamin B6), Folsäure und das gute, alte Vitamin C (Ascorbinsäure). Der lecker Honig verfügt über verschiedene Mineralien und Spurenelemente, ferner Kalzium, Eisen, Zink, Kalium, Phosphor, Magnesium, Selen, Kupfer, Chrom, Mangan, Fluor und Natrium. Und die Bausteine der Proteine, die Aminosäuren, sind natürlich auch im Honig vertreten, mit knapp zwanzig an der Zahl.

Die Geschichte und die fabelhaften Heilkräfte des Honigs sind einmalig. In der Steinzeit war er den Menschen als Lebensmittel bekannt, die Aborigines in Down-Under genossen, gemäß Felsenzeichnungen, schon vor langer Zeit den gelben Nektar.

Seine Ausnahmestellung und die Anerkennung, als ein Heil- und Nahrungsmittel ist circa 2000 Jahre alt. Hippokrates beschrieb die schnelle Genesung von Gebrechen, unter der Behandlung mit diversen Honigprodukten. Gallensteine, Gicht, Fieber, Erkältungen oder Hautabschürfungen, der Honig ist, bleibt und gilt bis heute, als das gesündeste Nahrungsmittel schlechthin.

Griechische Krieger wurden beispielsweise mit Honigverbänden gegen Infektionen geschützt und blieben gegenüber Verunreinigungen der Wunde verschont. Zwar enthält der Honig zahlreiche Vitamine, jedoch in geringem Maß. Für den Genesungsprozess wichtiger, sind die entzündungshemmenden Enzyme. In Sachen Husten und Schnupfen, kennt jeder das beliebte Hausmittel, heiße Milch mit Honig. Leider zerfallen die entzündungshemmenden und heilenden Stoffe, bei einer Erhitzung über 40 Grad Celsius. Daher immer auf kalt-geschleuderten Honig beim Kauf achten. Bei drohende Erkältung – die Milch getrennt vom Honig erwärmen und den Honig nach der Abkühlung hinzufügen.

Entzündungshemmende Enzyme bedeuten, das Schwellungen, erhöhte Temperatur und lokaler Schmerz gelindert wird. Die Honig hilft bei einer gleichmäßigen Heilung einer Wunde, was zu weniger Narbenbildung führt. Weiterhin baut er totes Gewebe ab, wirkt antiseptisch und daher ist es kein Wunder, dass der Honig vermehrt den Einzug und den Anschluss in die Wundbehandlung findet.

Seit 2005 gibt es ein zugelassenes Arzneimittel Namens MediHoney. Gewonnen wird dieses Präparat aus Blütennektar, sterilisiert, ohne die Enzyme zu zerstören, schwub die wub ist der medizinischer Honig fertig. Erhältlich für die Wundbehandlung als Creme oder Gel.

In Deutschland ist ein Lebensmittel ein Lebensmittel, oder eine Heilmittel ein Heilmittel. Somit darf in Deutschland der Honig, zum Beispiel nicht als Heilmittel deklariert oder beworben werden.

Holländische Wissenschaftler versuchen in einem Projekt, Blüten mit bestimmten Impf- und Arzneistoffen zu kombinieren. Die Hoffnung der Forscher ist, dass die Impfstoffe in den Honig gelangen und direkt als Arznei zur Verfügung stehen. Bei Erfolg wäre dies eine weit einfachere Methode für die Gewinnung von Impfstoffen. Der positive Effekt das Honig bei höheren Temperaturen nicht verdirbt, könnte die Lösung für wärmere Gebiete in der Erschließung der Impf- und Arzneimittelversorgung sein.

Eine Studie aus Neuseeland zeigt, dass verantwortliche Magenkeime für Geschwüre und Magenkrebs, infolge der Wirkung des Honigs abgetötet werden.

Bestimmte Bakterien die gegen Antibiotika resistent sind, wurden erfolgreich dank diverser eingesetzte „Honig-Arznei“ bekämpft.

Neusten Erkenntnisse deuten darauf hin, akute Darminfekte bei Kindern heilen schneller, wenn die kleinen Patienten Honig essen.

Honig schmeckt nicht nur lecker, sondern verfügt über eine umfangreiche Heilwirkung.

Das Puzzle der Welt setzt sich aus vielen Einzelheiten zusammen. Zufall oder nicht – Fakt ist, die beste Medizin liegt meist direkt vor unserer Nase, inmitten der Schöpfung, inmitten der Natur.

Wir Menschen versuchen jeden erdenklichen positiven und nützlichen Effekt der Natur zu übernehmen, industriell zu fertigen und für uns verfügbar zu machen. Die Wahrheit ist, zu 99% scheitern wir und bauen eine billige Kopie des original Kunstwerkes nach. Oft überwiegen die Nebenwirkung der künstlichen Kopien.

Wir sollten einmal die Friedfertigkeit und Nachhaltigkeit der Natur imitieren!

Als Schlusspunkt ein Jack401´ Winter-Honig-Tee-Rezept für die nahende Winterzeit:

Ingwer auskochen, frischen Zitronensaft hinzufügen und nach der Abkühlung mit Honig abschmecken.

 

Selam,

- Jack401

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